Die neuen urbanen Farmer

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Die neuen urbanen Farmer

Gemeinschaftlicher Gartenbau, Treibhäuser auf Dachterrassen und Permakultur sind weit mehr als nur eine Lifestyle-erscheinung. Die urbane Landwirtschaft bringt nachhaltige Veränderungen in unserem Verhältnis zur Natur mit sich. Überall sprießen öko-innovative Projekte aus dem Boden, und weltweit breitet sich eine Generation städtischer Gutsbesitzer aus.

Längst ist die Zeit vorbei, in der die Welten von Konsumenten und Produzenten sowie Stadtbewohnern und Landbewohnern als voneinander getrennte Einheiten galten. In der Welt von heute betreibt eine von neun Personen urbane Landwirtschaft. Insgesamt 800 Millionen Stadtbewohner sind enthusiastische Gärtner. Und die Zeit war wahrlich reif für eine Veränderung! Denn in zehn Jahren wird jeder zweite Mensch in einer Stadt leben. Das bedeutet, dass wir unbedingt Lösungen brauchen, um Problemen wie Verkehrsstaus, Anstieg der Treibhausgase und Raubbau in der Landwirtschaft entgegenzusteuern – oder anders ausgedrückt – zu „entwachsen“.

Von Kinshasa bis Paris
Einschätzungen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) zufolge ist die Produktion der städtischen Landwirtschaftsparzellen – man nennt sie auch Potager oder Küchengärten – 15 Mal effizienter als jene von ländlichen Betrieben. Auf einer Fläche von einem Quadratmeter können jährlich bis zu 20 kg Nahrung erzeugt werden. Urbane Gemüsegärtner geben weniger Geld für Transport, Verpackung und Lagerung aus, was die sogenannten Food Miles reduziert – die Entfernung vom Produzenten zum Konsumenten. Kinshasa kann als erfolgreiches Beispiel einer jüngst grün gewordenen Stadt betrachtet werden. In der zehn Millionen Einwohner zählenden Hauptstadt des Kongo erzeugten städtische Farmer 330.000 Tonnen Amarant, Kohl und Tomaten. In fünf Jahren ist die Produktion damit um beeindruckende 122 % gestiegen.

Das Fehlen unbebauter Flächen stellt traditionell ein Hindernis für die Landwirtschaft im urbanen Raum dar. Insofern hat sich die Idee des städtischen Potager oder Gemüsegartens als ideal erwiesen, um die zahlreichen ungenutzten Flecken sowie Dächer von Gebäuden zu nutzen. Enthusiasten der urbanen Agrikultur erachten den Anbau in der Vertikalen als wirklichen Wandel zur städtischen Landwirtschaft. Bald werden wir beobachten können, wie in großen Städten reihenweise Dachterrassen aus Beton geradezu aufzublühen beginnen. Auf dem Dach des Pullman Paris Tour Eiffel ist dies bereits geschehen. Dort ist ein beeindruckender Biogarten entstanden. Das Projekt wurde im März 2014 auf eine Initiative des Hoteldirektors René Angoujard hin ins Leben gerufen. Das junge Start-up-Unternehmen Topager, das sich auf urbane Landwirtschaft und Biodiversität spezialisiert hat, entwarf ein einzigartiges Konzept, das sich der nachhaltigen Entwicklung und gesellschaftlichen Verantwortung verschrieben hat. Auf 650 m2 befinden sich neben einem Gemüse- und einem Obstgarten zwei Komposter, die sechs Tonnen Bioabfälle verarbeiten. Daneben gibt es außerdem einen Hühnerstall und vier Bienenstöcke, die 2015 bereits 170 kg Honig produzierten. Vom Dach des Restaurants direkt auf die Teller der Gäste: Diese Pariser Dachterrassen-Farm beliefert die Brasserie Frame des Pullman Paris Tour Eiffel mit Honig, Eiern und nicht zuletzt einer halben Tonne Obst und Gemüse, die zu 100 % biodynamisch angebaut wurden. Paris ist jedoch nicht die einzige Stadt, die ihre ungenutzten Flächen und Dächer für urbane Gemüsegärten nutzt. Die Auster des Pullman Tangshan in der ostchinesischen Provinz Hebei enthält eine echte Perle, nämlich den „Happy Herb Garden“, aus dessen Ernte der Küchenchef köstliche und würzige Gerichte zaubert. Das Pullman Danang Beach Resort in Vietnam besitzt ebenfalls einen grünen Daumen. Im Epice, dem Vorzeigerestaurant des Hotels, genießen die Gäste beim Speisen den Blick auf den vier Jahre alten Potager.

Erfahren Sie mehr über urbane Landwirtschaft im Pullman Magazin, das in allen Pullman Hotels & Resorts ausliegt, oder auf AccorPressReader, dem digitalen Informationsdienst für Gäste der AccorHotels.



Text: Yassir Guelzim

 
 

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