Martine Sitbon

Portraits

Martine Sitbon

Die Pariser Mode "rockt"

Martine SITBON ist die Pariser Modeschöpferin par excellence. Sie verrät uns, warum sie um nichts in der Welt an einem anderen Ort arbeiten möchte.

Martine Sitbon, Modedesignerin Martine Sitbon entwirft das neue Design der Pullman Uniformen

Als ich in den 1980er Jahren als Modeschöpferin begann, war ich stark von der Musik meiner Jugend geprägt. Meine Arbeiten wurden als 'englisch' etikettiert, vielleicht auch, weil sie so extrem waren. Mit der Zeit wurde mein Stil jedoch zunehmend 'pariserisch'. Als ich 1986 mein erstes Markenlabel herausbrachte, gab es noch sehr wenige Frauen in der Branche. Doch in Paris kommt man allein mit Ausdauer zum Erfolg. Paris ist eine angenehme und einfache Stadt, man braucht nicht viel, um ein gutes und interessantes Leben zu führen.

Paris ist sehr weltoffen, aber keineswegs 'global' wie all die anderen Metropolen, in denen die Fremdenverkehrseinrichtungen eine sterile und austauschbare Atmosphäre geschaffen haben. Paris bleibt einfach lebendig, selbst an so touristischen Orten wie Montmartre, das mit seinem Generationen-Mix und den kleinen Restaurants ein unverkennbares Eigenleben führt. Oder die Gegend um den Canal Saint-Martin, wo angesagte Konzerte stattfinden, ganz in der Nähe des Hôtel du Nord, das immer noch aussieht wie zu Zeiten der Arletty. Oder das bei den Parisern so beliebte Café de Flore, wo man das Gefühl hat, Sartre und Simone de Beauvoir müssten jeden Moment zur Tür hereinkommen und sich wie vor 50 Jahren an ihrem gewohnten Platz niederlassen.

Was versteht man eigentlich unter 'Pariser Mode'? Nicht den Super-Glamour, den man anderswo zu sehen bekommt. Eher eine gewisse Nonchalance. In Paris hat gute Kleidung immer auch mit Lässigkeit zu tun. Modisch gekleidet zu sein ist nichts, was man zur Schau stellt - das muss von innen kommen. Wir achten sehr auf Mode, weil sie zu unserer Kultur gehört wie die Musik zum Mississippi und das Surfen zu Hawaii. Wir haben sie im Blut. Paris hat die Modewelt von 1900 bis 1960 dominiert, dann folgte die Zeit des Swinging London und der Amerikaner, doch Paris hat seine Position behaupten können. Pariser Mode war übrigens nie eine rein französische Angelegenheit. Man könnte sogar sagen, dass sich die Pariser mehr für das Ausland interessieren als für Paris: Yohji Yamomoto, Kenzo Takada und Comme des Garçons haben ihre Karriere in Paris begonnen, und Alexander McQueen wäre trotz seines Talents in London nie so groß geworden wie in Paris.

Im Jahr 2006 traf ich K.W. Chan und entwickelte gemeinsam mit ihm das Label Rue du Mail: ein Ort und eine Idee so typisch für Paris, in einem ganz besonderen Gebäude aus dem 17. Jahrhundert, in der gleichnamigen Straße gleich hinter der Place des Victoires. Auf 700 m² im Art-Deko-Stil präsentieren wir Künstler und Modenschauen - Atelier, Showroom und Ladengeschäft befinden sich wie früher unter einem Dach. Der Laden öffnet nach Vereinbarung, ganz in der Tradition der großen Pariser Häuser - das ist unsere Art, den Traum der 'Grande Époque' wieder aufleben zu lassen.

 

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